Vorsicht Betrug: Falsche ‚Windows unsicher'-Warnungen erkennen
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Seit der Support von Windows 10 am 14. Oktober 2025 ausgelaufen ist, versuchen Betrüger, die Verunsicherung vieler Menschen auszunutzen. Sie zeigen erschreckende Meldungen auf dem Bildschirm, die so aussehen, als kämen sie von Microsoft. Doch das ist ein Trick. Sie können sich davor schützen, wenn Sie in Ruhe wissen, worauf Sie achten müssen.
So sehen die falschen Warnungen aus
Meist erscheint plötzlich ein großes Fenster (ein sogenanntes Pop-up, also ein aufspringendes Fenster) mitten auf dem Bildschirm. Oft steht dort in roten Buchstaben etwas wie: „Ihr Windows ist unsicher!“ oder „Ihr Computer ist gesperrt!“. Dazu kommt eine Telefonnummer, die Sie angeblich sofort anrufen sollen. Manchmal ertönt sogar eine laute Stimme oder ein Alarmton.
Das Ziel dieser Betrüger ist es, Ihnen Angst zu machen. Wer erschrickt, handelt schnell und überlegt weniger. Genau darauf setzen die Kriminellen. Doch Sie haben alle Zeit der Welt, und nichts davon ist echt.

Die wichtigste Regel: Microsoft ruft Sie nie so an
Merken Sie sich einen einzigen Satz, dann sind Sie auf der sicheren Seite: Microsoft warnt Sie niemals über ein Pop-up mit einer Telefonnummer. Ein echtes Unternehmen fordert Sie nicht auf, eine unbekannte Nummer anzurufen, damit ein „Techniker“ Ihren Computer repariert.
Auch wenn das Fenster täuschend echt aussieht, mit Microsoft-Logo und Fachbegriffen: Es ist gefälscht. Solche Warnungen sind immer ein Betrugsversuch, egal wie dringend sie klingen.
Was Sie tun sollten – Schritt für Schritt
Wenn so eine Warnung auftaucht, gehen Sie ruhig und der Reihe nach vor:
- Ruhig bleiben. Es besteht keine Gefahr, solange Sie nichts anklicken und nicht anrufen. Atmen Sie einmal durch.
- Nicht anrufen. Die Telefonnummer im Fenster ist die Nummer der Betrüger, nicht die von Microsoft.
- Nichts anklicken. Klicken Sie keine Schaltfläche im Fenster an, auch nicht „Reparieren“ oder „Jetzt entfernen“. Selbst das X zum Schließen kann in solchen Fenstern eine Falle sein.
- Das Fenster oder den Browser schließen. Schließen Sie das ganze Programm, in dem die Meldung erscheint. Meist ist das Ihr Internet-Programm (der Browser). Nutzen Sie dazu die Tastenkombination Alt + F4: Halten Sie die Taste Alt gedrückt und drücken Sie kurz die Taste F4.
- Wenn nichts hilft: Computer neu starten. Schalten Sie den Computer aus und wieder ein. Nach dem Neustart ist die falsche Warnung in aller Regel verschwunden.
- Keine Fernwartung zulassen. Geben Sie niemandem am Telefon Zugriff auf Ihren Bildschirm. Fremde sollen Ihren Computer nicht aus der Ferne steuern.
Woran Sie einen Betrug zusätzlich erkennen
Ein paar Merkmale tauchen bei fast allen dieser Maschen auf. Wenn Sie eines davon bemerken, ist Vorsicht angebracht:
- Es wird großer Zeitdruck gemacht („Handeln Sie sofort!“, „Nur noch wenige Minuten“).
- Sie sollen eine Telefonnummer anrufen oder auf einen Link klicken.
- Man verlangt Geld, Ihre Bankdaten oder ein Passwort.
- Jemand möchte sich per Fernwartung auf Ihren Computer schalten.
- Die Nachricht klingt bedrohlich und will Ihnen Angst machen.
Bei einer echten Frage rund um Ihren Computer dürfen Sie sich immer Zeit lassen und in Ruhe jemanden fragen, dem Sie vertrauen – etwa aus der Familie oder aus dem Bekanntenkreis.

Sie sind nicht allein
Diese Betrugsversuche sind sehr weit verbreitet, und viele Menschen bekommen sie zu sehen. Darauf hereinzufallen ist keine Schande. Wichtig ist nur: nicht anrufen, nichts anklicken, Fenster schließen. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Nachricht oder ein Fenster echt ist, hilft Ihnen unser Betrugs-Nachricht-Check weiter.
Wenn Sie ganz grundsätzlich wissen möchten, was das Support-Ende von Windows 10 für Sie bedeutet und welche Schritte in Ruhe anstehen, lesen Sie unseren Überblick Windows 10 läuft aus: Was Sie bis Oktober 2026 tun sollten. Ob Ihr Computer für die Zukunft gut aufgestellt ist, zeigt Ihnen der Windows-10-Umstieg-Check.
Quellen: Microsoft (Ende des Windows-10-Supports, Extended Security Updates, Windows-11-Voraussetzungen). Stand: August 2026.
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Veröffentlicht durch die Digital Oma-Redaktion. Veröffentlicht am 11. August 2026.
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