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Sicher im Internet einkaufen: So erkennen Sie seriöse Händler

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Sicher im Internet einkaufen: So erkennen Sie seriöse Händler

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Im Internet einkaufen, das klingt für viele zunächst etwas beunruhigend. Ist das wirklich sicher? Kommt die Ware auch an? Kann jemand mein Geld stehlen? Diese Sorgen sind verständlich. Aber die gute Nachricht ist: Mit ein paar einfachen Regeln können Sie sicher und bequem im Internet einkaufen.

Gut zu wissen: Millionen Menschen in Deutschland kaufen täglich im Internet ein, vom Buch über Kleidung bis hin zu Lebensmitteln. Es ist genauso sicher wie im Geschäft, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

5 Merkmale, an denen Sie einen seriösen Händler erkennen

Nicht jeder Anbieter im Internet ist vertrauenswürdig. Bevor Sie etwas bestellen, prüfen Sie diese fünf Merkmale:

1. Vollständiges Impressum

Jeder seriöse Händler in Deutschland muss ein Impressum auf seiner Seite haben. Dort stehen der vollständige Name des Unternehmens, die Adresse, eine Telefonnummer und eine E-Post-Adresse. Suchen Sie ganz unten auf der Seite nach dem Verweis „Impressum".

Achtung: Wenn es kein Impressum gibt oder nur eine Adresse im Ausland ohne Telefonnummer, dann ist Vorsicht geboten! Kaufen Sie dort besser nicht ein.

2. Gütesiegel prüfen

Viele seriöse Händler tragen Gütesiegel, die ihre Zuverlässigkeit bestätigen. Die bekanntesten sind:

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Aber Vorsicht: Manche unseriöse Händler zeigen gefälschte Siegel. Klicken Sie immer auf das Siegel. Bei einem echten Siegel öffnet sich eine Seite, die das Zertifikat bestätigt.

3. Bewertungen anderer Käufer

Lesen Sie die Erfahrungsberichte anderer Käufer. Haben viele Menschen dort bestellt und waren zufrieden? Oder gibt es viele Beschwerden? Achten Sie auf:

  • Wie viele Bewertungen gibt es? (Mehr als 100 ist ein gutes Zeichen)
  • Was schreiben die Menschen? (Konkrete Erfahrungen sind glaubwürdiger als nur „Super!")
  • Gibt es auch kritische Stimmen? (Das ist normal und sogar ein gutes Zeichen für echte Bewertungen)

4. Sichere Internetverbindung

Schauen Sie in die Adressleiste Ihres Browsers (ganz oben, wo die Internetadresse steht). Dort sollte ein kleines Schloss-Symbol zu sehen sein und die Adresse sollte mit „https" beginnen. Das „s" steht für „sicher".

5. Unrealistische Preise hinterfragen

Wenn ein teures Markenprodukt plötzlich für einen Bruchteil des üblichen Preises angeboten wird, ist das fast immer ein Warnsignal. Seriöse Händler haben ähnliche Preise, extreme Abweichungen deuten auf Betrug oder Fälschungen hin.

Sichere Bezahlmethoden

Die Art, wie Sie bezahlen, ist entscheidend für Ihre Sicherheit. Hier sind die gängigen Methoden von sicher bis riskant:

Sicher im internet einkaufen anleitung: practical guide overview
Sicher im internet einkaufen anleitung
Bezahlmethode Sicherheit Empfehlung
Rechnung Sehr sicher Beste Wahl, erst zahlen, wenn die Ware da ist
Lastschrift Sicher Geld kann zurückgebucht werden
PayPal Sicher Käuferschutz bei Problemen
Kreditkarte Sicher Rückbuchung möglich bei Betrug
Vorkasse / Überweisung Riskant Geld ist sofort weg, nur bei bekannten Händlern
Unsere Empfehlung: Kaufen Sie wenn möglich auf Rechnung. Dann bezahlen Sie erst, wenn die Ware bei Ihnen angekommen ist und Sie zufrieden sind. Das ist die sicherste Methode.

Ihr Rückgaberecht: 14 Tage Widerruf

Beim Einkauf im Internet haben Sie ein gesetzliches Rückgaberecht. Das bedeutet: Sie dürfen die bestellte Ware innerhalb von 14 Tagen zurückschicken, ohne Angabe von Gründen! Das ist sogar besser als im Geschäft, wo ein Umtausch oft nur aus Kulanz möglich ist.

So geben Sie etwas zurück

  1. Informieren Sie den Händler schriftlich (meistens per E-Post oder über ein Formular auf der Internetseite), dass Sie von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen.
  2. Schicken Sie die Ware innerhalb von 14 Tagen zurück.
  3. Der Händler muss Ihnen den Kaufpreis zurückerstatten.
Tipp: Heben Sie die Bestätigungs-E-Post Ihrer Bestellung immer auf. Dort stehen alle wichtigen Informationen: Was Sie bestellt haben, wie viel es gekostet hat und wie Sie den Händler erreichen.

Diese 4 Schnäppchen-Tricks sollten Sie kennen

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Unbekannten Internetseiten mit extremen Rabatten (70%, 80%, 90% Rabatt, das ist fast immer unseriös)
  • Werbung in sozialen Netzwerken von Händlern, die Sie nicht kennen
  • E-Post-Nachrichten mit „Ihr exklusives Sonderangebot", dahinter steckt häufig Betrug
  • Zeitdruck: „Nur noch 2 Minuten!" oder „Letzte Chance!", seriöse Händler setzen Sie nicht unter Druck
Goldene Regel: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch. Kaufen Sie lieber bei bekannten Händlern wie Amazon, Otto, Zalando oder Mediamarkt. Dort sind Sie auf der sicheren Seite.

Was tun, wenn die Ware nicht ankommt oder kaputt ist

Etwa 3 von 100 Bestellungen im Internet kommen beschädigt oder gar nicht an. Das ist ärgerlich, aber kein Grund zur Panik, denn Sie haben in jedem Fall ein Recht auf Ihr Geld. Wichtig ist nur, dass Sie die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge gehen. Schreiben Sie zuerst dem Händler, geben Sie ihm eine Frist von 14 Tagen, und erst danach schalten Sie Zahlungsdienst oder Bank ein.

💡 Gut zu wissen: Wenn ein Paket gar nicht ankommt, trägt der Händler das Risiko, nicht Sie. Sie müssen nichts bezahlen für Ware, die Sie nie erhalten haben. Bei Bezahlung auf Rechnung zahlen Sie die Rechnung in diesem Fall einfach nicht und teilen dem Händler schriftlich mit, warum.

Bewahren Sie von Anfang an alles auf, was mit der Bestellung zu tun hat. Die Bestätigungs-E-Post, die Rechnung und die Sendungsnummer für die Paketverfolgung. Mit der Sendungsnummer können Sie auf der Internetseite des Paketdienstes (zum Beispiel DHL, Hermes oder DPD) selbst nachsehen, wo Ihr Paket gerade ist. Tippen Sie die Nummer einfach in das Suchfeld für die Sendungsverfolgung ein.

Die richtige Reihenfolge bei Problemen

SchrittWas Sie tunSo geht es konkret
1. Händler kontaktierenSchriftlich meldenE-Post mit Bestellnummer schreiben, Frist von 14 Tagen setzen
2. PayPal-KäuferschutzFall meldenIn der PayPal-App auf die Zahlung tippen, dann auf „Problem melden"
3. Bank einschaltenZahlung zurückholenBei Lastschrift und Kreditkarte die Bank anrufen, Rückbuchung verlangen
4. Beratung holenHilfe annehmenVerbraucherzentrale anrufen, die Erstberatung ist oft kostenlos

Die Verbraucherzentrale ist eine unabhängige Stelle, die Ihnen bei Streit mit einem Händler hilft. Sie müssen kein Mitglied sein und kein Computer-Experte. Ein Anruf genügt, und die Mitarbeiter erklären Ihnen ruhig, welche Rechte Sie haben und was der nächste Schritt ist.

⚠️ Häufiger Fehler: Viele Menschen warten zu lange und sind unsicher, ob sie sich beim Händler „beschweren dürfen". Das dürfen Sie auf jeden Fall, es ist Ihr gutes Recht. Warten Sie nicht wochenlang ab, sondern melden Sie ein Problem am besten innerhalb der ersten Tage nach dem erwarteten Liefertermin.

Bleiben Sie freundlich, aber bestimmt. Die meisten Probleme klären sich mit einer einzigen sachlichen E-Post. Mit der folgenden Checkliste haben Sie im Ernstfall alles Wichtige beisammen.

Checkliste bei Problemen mit einer Bestellung:

  • ☐ Bestätigungs-E-Post und Rechnung herausgesucht und griffbereit
  • ☐ Sendungsnummer notiert und Paket online verfolgt
  • ☐ Den Händler schriftlich kontaktiert und eine Frist von 14 Tagen gesetzt
  • ☐ Bei PayPal den Käuferschutz über „Problem melden" gestartet
  • ☐ Bei Lastschrift oder Kreditkarte die Bank um Rückbuchung gebeten
  • ☐ Bei keiner Lösung die Verbraucherzentrale angerufen
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Veröffentlicht durch die Digital Oma-Redaktion. Veröffentlicht am 2. Juli 2026.

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