Telefonbetrug erkennen und sich schützen: So bleiben Sie sicher
Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Das hilft uns, weiterhin kostenlose Inhalte zu erstellen.
Leider gibt es Menschen, die versuchen, ältere Menschen am Telefon zu betügen. Sie geben sich als Polizisten, Enkel oder Mitarbeiter von großen Unternehmen aus. Das Ziel ist immer dasselbe: Sie sollen Geld überweisen oder persönliche Daten preisgeben.
Die häufigsten Betrugsmaschen
Der Enkeltrick
So funktioniert der Betrug: Jemand ruft Sie an und sagt etwas wie „Rate mal, wer dran ist!" oder „Oma, ich bin es!". Die Person gibt sich als Ihr Enkel, Ihre Nichte oder ein anderer Verwandter aus. Dann erzählt sie eine dramatische Geschichte:
- „Ich hatte einen Unfall und brauche sofort Geld!"
- „Ich bin im Ausland und meine Brieftasche wurde gestohlen!"
- „Ich muss eine Kaution bezahlen, sonst komme ich ins Gefängnis!"

emporiaSMART.5 Seniorenhandy
Smartphone mit extra großen Tasten, Notruftaste und einfacher Bedienung, speziell für Senioren.
* Affiliate-Link, wir erhalten eine kleine Provision
Woran erkennen Sie den Betrug?
- Der Anrufer nennt nie seinen Namen zuerst, er wartet, bis Sie einen Namen nennen.
- Es wird immer Zeitdruck gemacht („Es muss sofort sein!").
- Sie sollen Bargeld bereithalten, ein Bote werde es abholen.
- Sie sollen niemandem davon erzählen.
Der falsche Polizeibeamte
Ein Anrufer gibt sich als Polizist aus. Er sagt Ihnen, dass in Ihrer Nachbarschaft Einbrecher unterwegs sind und Ihr Geld zu Hause nicht sicher sei. Er bietet an, Ihr Bargeld oder Ihren Schmuck „in Sicherheit zu bringen".
Woran erkennen Sie den Betrug?

- Die echte Polizei ruft Sie niemals an, um nach Ihrem Geld oder Ihren Wertgegenständen zu fragen.
- Die Polizei holt niemals Bargeld oder Schmuck bei Ihnen ab.
- Manchmal wird im Telefon sogar die Nummer 110 angezeigt, aber auch das kann gefälscht sein!
Der falsche Mitarbeiter (z.B. von einem Computer-Unternehmen)
Jemand ruft an und behauptet, vom Unternehmen Microsoft oder einem anderen bekannten Unternehmen zu sein. Er sagt, Ihr Computer oder Smartphone habe einen Virus. Sie sollen eine bestimmte Anwendung herunterladen oder dem Anrufer Zugang zu Ihrem Gerät geben.
Woran erkennen Sie den Betrug?
- Microsoft und andere Unternehmen rufen Sie niemals unaufgefordert an!
- Kein seriöses Unternehmen verlangt am Telefon Zugang zu Ihrem Gerät.
- Diese Anrufer sprechen oft gebrochenes Deutsch oder Englisch.

6 goldene Regeln, die Betrügern den Wind aus den Segeln nehmen
| Nr. | Goldene Regel |
|---|---|
| 1 | Geben Sie niemals Geld an Unbekannte, weder bar noch per Überweisung. |
| 2 | Nennen Sie niemals Ihren Namen zuerst. Fragen Sie stattdessen: „Wer ist denn dort?" |
| 3 | Legen Sie auf, wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt. |
| 4 | Rufen Sie zurück, aber nicht die Nummer, die angezeigt wird! Suchen Sie die Nummer selbst heraus. |
| 5 | Sprechen Sie mit jemandem darüber, Nachbarn, Kinder, Freunde. Betrüger wollen, dass Sie schweigen. |
| 6 | Geben Sie niemals Passwörter, PINs oder Kontodaten am Telefon preis. |
Nach einem Betrugsanruf: 4 Schritte in der richtigen Reihenfolge
- Schritt 1: Legen Sie sofort auf. Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln.
- Schritt 2: Erzählen Sie einer vertrauten Person davon, Ihren Kindern, Nachbarn oder Freunden.
- Schritt 3: Rufen Sie bei der echten Polizei an unter der Nummer 110. Aber: Wählen Sie die 110 selbst, drücken Sie nicht auf „Rückruf".
- Schritt 4: Wenn Sie bereits Geld übergeben oder überwiesen haben, informieren Sie sofort Ihre Bank und die Polizei.
Betrugsanrufe auf dem Smartphone blockieren
Wenn Sie immer wieder von derselben Nummer belästigt werden, können Sie diese Nummer sperren:
Auf einem Android-Smartphone
- Öffnen Sie die Telefon-Anwendung.
- Tippen Sie auf die verdächtige Nummer in der Anrufliste.
- Tippen Sie auf „Nummer blockieren" oder das Sperr-Symbol.
Auf einem iPhone
- Öffnen Sie die Telefon-Anwendung.
- Tippen Sie auf das „i"-Symbol neben der Nummer.
- Scrollen Sie nach unten und tippen Sie auf „Anrufer blockieren".
Verdächtige Anrufe schon vor dem Abheben aussortieren
Rund 70 Prozent aller gemeldeten Telefonbetrugsversuche kommen von unterdrückten oder ausländischen Nummern. Genau hier können Sie ansetzen, bevor Sie auch nur ein Wort mit dem Anrufer gewechselt haben. Moderne Smartphones zeigen Ihnen schon beim Klingeln, wer anruft, und Sie dürfen ohne schlechtes Gewissen einfach nicht abnehmen, wenn die Nummer unbekannt ist. Wichtige Anrufer hinterlassen eine Nachricht auf der Mailbox oder rufen erneut an.
Beide großen Handysysteme bieten außerdem eine Funktion, die unbekannte Anrufer automatisch stummschaltet. Der Anruf landet dann direkt auf der Mailbox, ohne dass es bei Ihnen klingelt. Das ist gerade für empfindliche Ohren am Abend eine echte Entlastung.
So aktivieren Sie den Schutz vor unbekannten Anrufern
| Gerät | Schritt-für-Schritt | Was passiert dann |
|---|---|---|
| iPhone (iOS) | Einstellungen → Telefon → „Unbekannte Anrufer stummschalten“ einschalten | Fremde Nummern klingeln nicht, landen auf der Mailbox |
| Samsung Galaxy / Android | Telefon-App → drei Punkte oben → Einstellungen → „Anruf-ID und Spamschutz“ | Bekannte Spam-Nummern werden farbig markiert oder gewarnt |
| Festnetztelefon | Anrufbeantworter einschalten, ein bis zwei Klingeltöne einstellen | Sie hören erst zu, wer dran ist, bevor Sie abheben |
Den Anrufbeantworter am Festnetz nutzen viele zu selten. Dabei ist er ein guter Filter: Ein echter Verwandter spricht eine Nachricht auf, ein Betrüger legt meist sofort wieder auf. Sie hören die Nachricht in Ruhe ab und entscheiden selbst, ob und wann Sie zurückrufen.
Wenn Sie sich bei einem Anruf unsicher fühlen, ist das völlig in Ordnung. Sie müssen am Telefon keine Entscheidung treffen. Legen Sie auf, atmen Sie durch und holen Sie sich Rat. Mit der folgenden Liste behalten Sie auch dann den Überblick, wenn der Anruf Sie kurz aus dem Konzept gebracht hat.
Checkliste für verdächtige Anrufe:
- ☐ Unbekannte oder unterdrückte Nummer zeigt sich im Display? Ruhig nicht abnehmen.
- ☐ Anrufer macht Zeitdruck oder verlangt Geheimhaltung? Klares Warnsignal, auflegen.
- ☐ Es geht um Geld, Schmuck, Passwörter oder PINs? Niemals am Telefon herausgeben.
- ☐ Wichtige Nummern fest im Telefonbuch gespeichert, damit echte Anrufer mit Namen erscheinen.
- ☐ Bei Zweifeln selbst zurückrufen, die Nummer aus dem Telefonbuch oder von der Bankkarte holen.
- ☐ Nach jedem mulmigen Anruf eine vertraute Person informieren, Sie sind damit nicht allein.
Digitale Tipps – einfach erklärt
Neue Anleitungen und Tipps für Smartphone, Tablet und Internet – verständlich und ohne Fachchinesisch.
🎁 Gratis dazu: Internet-Sicherheits-Checkliste (PDF)
Mehr entdecken
Alle Artikel auf Digital Oma →
Ihre Kommentare
Das könnte dich auch interessieren
Notruf am Smartphone: So holen Sie schnell Hilfe
Im Notfall zählt jede Sekunde. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Ihrem Smartphone den Notruf wählen, die SOS-Funktion nutzen und Notfallkontakte hinterlegen.
Bildschirmsperre einrichten: So schützen Sie Ihr Smartphone
Eine Bildschirmsperre schützt Ihre persönlichen Daten vor fremden Blicken. Wir zeigen Ihnen, wie Sie PIN, Muster oder Fingerabdruck einrichten — Schritt für Schritt.
QR-Code scannen: Was das ist und wie es funktioniert
Diese kleinen schwarz-weißen Muster sieht man überall. Wir erklären Ihnen, was QR-Codes sind und wie Sie sie mit dem Smartphone lesen.
Veröffentlicht durch die Digital Oma-Redaktion. Veröffentlicht am 8. Juni 2026.
Verantwortlich i.S.d. § 18 MStV: siehe Impressum.
Fehler entdeckt oder ergänzende Erfahrung? korrektur@digital-oma.de