Musik und Radio über das Smartphone hören
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Ihr Smartphone kann Ihr persönliches Radio und Ihre Musiksammlung sein – und das ganz einfach. Ob Volksmusik, Klassik, Schlager oder die Nachrichten: Hier erfahren Sie, welche Apps es gibt, was sie kosten und wie Sie Musik auch über einen Lautsprecher hören können.
5 Apps für Radio und Musik im Vergleich
ARD Audiothek – Komplett kostenlos und werbefrei
Die ARD Audiothek ist mein erster Tipp für Sie. Diese App kommt von den öffentlich-rechtlichen Sendern – also von WDR, NDR, BR und allen anderen. Sie bezahlen dafür bereits mit Ihrem Rundfunkbeitrag. In der App finden Sie:
- Alle Radiosendungen zum Nachhören
- Hörspiele und Krimis (zum Beispiel vom WDR)
- Nachrichten und Wissenssendungen
- Musik-Sendungen aus allen Genres

Sie finden die App im App Store (iPhone) oder Google Play Store (Android). Suchen Sie einfach nach "ARD Audiothek" und tippen Sie auf "Installieren".
Radio-Apps: TuneIn und radio.de
Wenn Sie am liebsten live Radio hören – Ihren Lieblingssender wie WDR 4, SWR 1 oder Bayern 1 – dann brauchen Sie eine Radio-App:
- radio.de – Deutsche App, sehr einfach zu bedienen. Sie tippen auf "Sender", suchen Ihren Lieblingssender und tippen auf "Abspielen". Kostenlos mit gelegentlicher Werbung.
- TuneIn – Hat noch mehr Sender, auch internationale. Ebenfalls kostenlos mit Werbung.

Beide Apps funktionieren über das Internet. Achten Sie darauf, dass Sie zu Hause im WLAN verbunden sind, damit es nicht auf Ihr mobiles Datenvolumen geht.
Spotify – Riesige Musikauswahl
Spotify kennen Sie vielleicht von Ihren Enkeln. Die App hat über 100 Millionen Lieder – von Schlager bis Klassik. Es gibt zwei Varianten:
- Spotify Free (kostenlos): Sie können Musik hören, aber es kommt alle paar Lieder Werbung. Sie können nicht gezielt ein bestimmtes Lied auswählen, sondern hören eine Mischung (sogenannte "Shuffle"-Wiedergabe).
- Spotify Premium (11,99 Euro pro Monat): Keine Werbung, jedes Lied direkt anwählbar, Musik auch ohne Internet hörbar (zum Beispiel im Zug). Monatlich kündbar.
YouTube Music und Amazon Music
- YouTube Music: Kostenlos mit Werbung oder als Premium für 10,99 Euro/Monat. Besonders gut, wenn Sie auch gerne Musikvideos schauen.
- Amazon Music: Wenn Sie bereits Amazon Prime haben (8,99 Euro/Monat), können Sie Amazon Music ohne Aufpreis nutzen – mit einer Auswahl von Millionen Liedern.

Musik offline speichern – Für unterwegs ohne Internet
Wenn Sie Spotify Premium, YouTube Music Premium oder Amazon Music nutzen, können Sie Lieder herunterladen. Das ist praktisch für Zugfahrten oder den Spaziergang:
- Suchen Sie eine Playlist oder ein Album, das Ihnen gefällt.
- Tippen Sie auf den Pfeil nach unten (Download-Symbol).
- Die Musik wird auf Ihrem Gerät gespeichert und ist ohne Internetverbindung verfügbar.
Wichtig: Heruntergeladene Musik funktioniert nur, solange Sie das Abo bezahlen. Es sind keine gekauften Lieder.
Bluetooth-Lautsprecher verbinden: Schritt für Schritt
Aus dem kleinen Smartphone-Lautsprecher klingt Musik nicht besonders gut. Ein Bluetooth-Lautsprecher macht alles besser. So verbinden Sie ihn:

- Schalten Sie den Lautsprecher ein und aktivieren Sie Bluetooth (meist ein langer Druck auf eine Taste mit dem Bluetooth-Symbol – sieht aus wie ein spitzes B).
- Auf Ihrem Smartphone: Öffnen Sie Einstellungen.
- Tippen Sie auf "Bluetooth".
- Stellen Sie sicher, dass Bluetooth eingeschaltet ist (Schalter muss grün/blau sein).
- Ihr Smartphone sucht jetzt nach Geräten. Nach ein paar Sekunden erscheint der Name des Lautsprechers in der Liste.
- Tippen Sie auf den Namen – fertig! Die Geräte sind verbunden.
Beim nächsten Mal verbinden sich die Geräte meistens automatisch, sobald beide eingeschaltet sind und nah beieinander stehen.
In-Ear, On-Ear oder Over-Ear: So wählen Sie richtig
Für unterwegs sind Kopfhörer oft praktischer als ein Lautsprecher. Es gibt drei Typen:
- In-Ear (im Ohr): Klein und leicht. Kabellose Modelle wie die Apple AirPods oder Samsung Galaxy Buds funktionieren per Bluetooth. Gut für Spaziergänge.
- On-Ear (auf dem Ohr): Sitzen auf den Ohren, leichter als Over-Ear. Guter Klang, angenehm zu tragen.
- Over-Ear (um das Ohr): Umschließen die Ohren komplett. Bester Klang, aber größer. Ideal für zu Hause.
Kabellose Kopfhörer verbinden Sie genauso wie einen Bluetooth-Lautsprecher (siehe oben).
Lautstärke und Gehörschutz
Ein wichtiger Hinweis: Drehen Sie die Lautstärke nicht zu hoch, besonders bei Kopfhörern. Ihr Smartphone zeigt manchmal eine Warnung an, wenn es zu laut wird. Nehmen Sie diese Warnung ernst – Ihr Gehör wird es Ihnen danken.
Eine gute Faustregel: Wenn jemand neben Ihnen steht und Sie mit Kopfhörern nicht mehr ansprechen kann, ist es definitiv zu laut.
So richten Sie Ihr erstes Musik-Hören in 10 Minuten ein
Für den Einstieg reichen drei Schritte: Installieren Sie zuerst die ARD Audiothek, weil sie komplett kostenlos und ohne Werbung ist. Tippen Sie dann auf das Suchsymbol (die Lupe) und geben Sie den Namen Ihres Lieblingssenders ein, zum Beispiel "WDR 4". Tippen Sie auf eine Sendung und auf das Abspiel-Dreieck. Mehr braucht es nicht, um die ersten Minuten Radio zu hören. Erst wenn Ihnen das gefällt, lohnt sich der Blick auf bezahlte Dienste wie Spotify Premium.
Viele ältere Menschen sorgen sich, dass Apps Geld kosten oder versteckte Abos abschließen. Diese Sorge ist berechtigt, lässt sich aber leicht ausräumen: Eine App, die im App Store oder Google Play Store mit dem Wort "Laden" oder "Installieren" angeboten wird, ist kostenlos. Steht dort ein Preis, kostet sie einmalig Geld. Ein Abo wird Ihnen immer ausdrücklich angezeigt und muss von Ihnen bestätigt werden – es passiert nichts automatisch.
Was die einzelnen Dienste kosten
| Dienst | Kosten pro Monat | Werbung | Gut für |
|---|---|---|---|
| ARD Audiothek | 0 Euro | Keine | Radio, Hörspiele, Nachrichten |
| radio.de | 0 Euro | Gelegentlich | Live-Radio, eigener Sender |
| Spotify Premium | 11,99 Euro | Keine | Lieder gezielt auswählen |
| Amazon Music | im Prime-Abo (8,99 Euro) | Keine | Prime-Kunden ohne Aufpreis |
Für die meisten Leser ist die Mischung aus ARD Audiothek und radio.de völlig ausreichend – beides kostet keinen Cent extra. Ein bezahltes Abo lohnt sich nur, wenn Sie ganz bestimmte Lieder immer wieder hören möchten oder viel ohne Internet unterwegs sind, etwa auf langen Zugfahrten.
Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie ruhig einmal Ihre Kinder oder Enkel, ob sie Ihnen beim ersten Einrichten über die Schulter schauen. Danach bedienen Sie die Apps problemlos allein – das Antippen eines Senders ist nach kurzer Übung schnell vertraut.
Checkliste für den Start mit Musik-Apps:
- ☐ ARD Audiothek im App Store oder Google Play Store installiert
- ☐ Geprüft, dass das Smartphone zu Hause mit dem WLAN verbunden ist
- ☐ Lieblingssender über die Lupe gesucht und einmal ausprobiert
- ☐ Schriftgröße in den Einstellungen auf gut lesbar gestellt
- ☐ Vor dem Bestätigen eines Abos den angezeigten Preis kontrolliert
- ☐ Bei Bedarf einen Bluetooth-Lautsprecher für besseren Klang verbunden
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Veröffentlicht durch die Digital Oma-Redaktion. Veröffentlicht am 21. Mai 2026.
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